Sie suchen nach einem  jahrtausendealten...

Tinkturen

Sie suchen nach einem jahrtausendealten Mittel, um Ihrem Körper wieder zu Kräften zu helfen? Tinkturen könnten die Lösung sein. Bereits seit Jahrtausenden stellen Menschen Tinkturen her. Das sind schonende Pflanzenauszüge, in welchen die wichtigsten Inhaltsstoffe der Pflanzen gelöst werden. Schon seit langer Zeit verwenden Menschen etwa Tinkturen mit Wundkräutern, um bei Verletzungen Infektionen und Sepsis zu verhindern. Andere Tinkturen werden seit jeher zur Linderung von Kopfschmerzen eingesetzt, andere bei Erkältungen. Selbst die Heilige Hildegard von Bingen hat in ihren Werken zahlreiche Rezepte für Tinkturen für die Nachwelt hinterlassen.

Was genau sind Tinkturen?

Eine Tinktur ist ein Pflanzenauszug, welcher nach traditionellen Extraktionsverfahren hergestellt wird. Wichtig ist bei Tinkturen, dass möglichst das gesamte Spektrum an Wirkstoffen übernommen wird. Standardmäßig werden Tinkturen durch Alkoholextraktionen hergestellt.
In diesem Rahmen werden die Pflanzenteile in eine alkoholische Lösung gegeben. Der Alkohol spaltet die interessanten Wirkstoffe (sekundäre Pflanzenstoffe) nun ab und löst sie gleichzeitig. Nach sehr geringer Erwärmung und viel Herumrühren haben sich fast alle Wirkstoffe im Alkohol gelöst, die Pflanzenteile könnten bspw. ausgesiebt werden. Der Alkohol konserviert nun ebenfalls das Präparat.

 

Anwendung von Tinkturen

Tinkturen werden entweder oral eingenommen oder auf die Haut aufgetragen. In seltenen Fällen inhalieren Menschen Tinkturen, wobei sich hierfür ätherische Öle besser empfehlen lassen.
Zur inneren bzw. oralen Anwendung können Sie sich wahlweise direkt Tropfen der Tinktur in den Mund träufeln oder diese Tropfen zuvor in einem kleinen Glas Wasser verdünnen. Bei manchen Extrakten macht es Sinn, diese möglichst nicht zu schlucken, sondern möglichst lange im Mund zu behalten. Dann können ggf. die Mundschleimhäute bereits Inhaltsstoffe aufnehmen.
Bei der äußerlichen Anwendung können Sie die Tinkturen zuerst in eine Creme geben und diese Creme anschließend auftragen. Alternativ können Sie sich Tropfen der Tinktur auf die Hand geben und damit die betroffene Stelle einreiben.
Achtung für Alkoholkranke und Kinder: Die meisten Tinkturen enthalten ca. 25 % Alkohol. Haben Sie also Probleme mit Alkohol in der Vergangenheit gehabt, sollten Sie diesen verdampfen lassen. Geben Sie hierfür die gewünschte Anzahl Tropfen auf einen Metalllöffel und halten Sie diesen über kochendes Wasser. Da Alkohol früher als Wasser verdampft, können Sie einen Großteil des Alkohols entfernen. Nach Absprache mit Ihrem Arzt können Sie das ggf. auch bei Kindern machen.

 

Inhaltsstoffe von Tinkturen

Was genau ist in Tinkturen enthalten? Grundsätzlich Alkohol und ein Kräuterextrakt. Woraus genau setzt sich jedoch dieses Kräuterextrakt zusammen? Hauptsächlich aus den folgenden Bestandteilen:

 

  • ätherischem Öl
  • Terpenen (Aromastoffe)
  • Flavonoiden (pflanz. Farbstoffe)
  • Polyphenole
  • Carotinoide (pflanz. Farbstoffe)
  • Saponine
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe

In welcher Komposition diese sekundären Pflanzenstoffe auftreten, variiert von Tinktur zu Tinktur. Die einzelnen Stoffe können jedoch recht spezifische Funktionen erfüllen. Bitterstoffe könnten bspw. bei Verdauungsproblemen und allgemeinem Unwohlsein im Bauchraum helfen. Beta-Carotin zählt zu den Carotinoiden und wird im Körper zu Vitamin A umgewandelt.

Tinkturen: Häufig gestellte Fragen

Welchen Alkohol für einen Kräuterauszug?

Wollen Sie selbst Kräuterauszüge herstellen, benötigen Sie Alkohol. Präparate, welche Sie auf Sanoverde finden, wurden zumeist aus Bio-Ethanol hergestellt. Für die Herstellung eigener Tinkturen lassen sich handelsübliche Schnäpse wie Doppelkorn oder Wodka empfehlen. Den meisten gefällt an diesen Schnäpsen, dass sie relativ wenig Eigengeschmack mit sich bringen.

 

Wie fertige ich einen Kräuterauszug an?

Für einen hoch qualitativen Kräuterauszug brauchen Sie einiges an Know-how und Geschick, weshalb Sie es ggf. lieber den Profis überlassen sollten. Grundsätzlich müssen Sie dieser stark vereinfachten Anleitung folgen:

 

  1. Halten Sie geeignete und gehackte (frische) Kräuter und den Alkohol bereit.
  2. Geben Sie die Pflanzenteile in ein Schraubglas. Füllen Sie dieses Glas bis zum Rand mit Alkohol auf. Nach wenigen Minuten werden sich die Pflanzen vollgesaugt haben, dann müssen Sie nochmal Alkohol nachgeben.
  3. Für bis zu einen Monat bei Zimmertemperatur fernab von Sonnenlicht reifen lassen. Schütteln Sie das Glas leicht mehrmals die Woche.
  4. Die fertige Tinktur filtern, bspw. mit einem Kaffeefilter. Geben Sie die Tinktur in eine Flasche aus braunem Glas.

Damit eine qualitativ hochwertige Tinktur entsteht, müssen zahlreiche Randdaten genau beachtet werden. Mit diesem Hausrezept werden Sie nicht die volle Bandbreite an sekundären Pflanzenstoffen in der Tinktur vorliegen haben.

Kann man eine Tinktur trinken?

Ja, das können Sie. Achten Sie bitte darauf, die angegebene Höchstverzehrmenge bzw. die vom Therapeuten vorgegebene Menge nicht zu überschreiten.

 

Wie wende ich eine Tinktur an?

Oral nehmen Sie Tinkturen entweder pur oder in Wasser verdünnt ein. Äußerlich mischen viele ihre Tinkturen mit Cremes oder geben diese pur auf die Haut. Beliebt ist die Anwendung im Badewasser: Geben Sie bei Ihrem nächsten Bad einige Tropfen der Tinktur mit in das Wasser. Ebenso können Sie mit Umschläge bzw. Binden in mit Wasser vermischte Tinkturen tunken, um diese äußerlich anzuwenden.

 

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